Joggen Motivation finden und halten

Jeden Tag joggen und hoch motiviert durch den Park traben – geht das überhaupt? Die anfängliche Begeisterung lässt oft bereits nach dem ersten Muskelkater spürbar nach. Wenn Sie nach mehr als zwei Wochen jedoch von einem regelrechten Motivationstief erfasst werden, sind Sie damit nicht allein. Lesen Sie hier, wie Sie mit einigen Tricks Ihren inneren Schweinehund überwinden und langfristig aktiv bleiben.

Routine ist die halbe Arbeit

Wenn die Motivation zum Joggen fehlt, ist es besonders wichtig, trotzdem nach draußen zu gehen und einfach loszulaufen. Ein wichtiger Grund dafür: Sie müssen eine feste Routine aufbauen und beibehalten, damit das Training irgendwann zur Gewohnheit geworden ist. Wenn Sie das geschafft haben, wird es Ihnen sogar seltsam vorkommen, nicht mehr zu Joggen. Viele regelmäßige Läufer haben das Gefühl, ihnen würde etwas fehlen, sobald sie keine Gelegenheit zum Sport finden.

Eine solche etablierte Routine hilft Ihnen also, den inneren Schweinehund zu bezwingen, wenn die Motivation fehlt – doch die Routine kann auch dazu beitragen, Motivation aufzubauen.

Viele Menschen fühlen sich beim Joggen und vor allem danach deutlich besser. Die Bewegung sorgt dafür, dass das Gehirn Serotonin freisetzt, das als Glücklichmacher gilt. Auf diese Weise lässt sich die Psyche ebenso trainieren wie der Körper. Ihr Gehirn lernt, das Joggen mit dem Belohnungsempfinden zu verknüpfen.

Demotivierende Erlebnisse reduzieren

Haben Sie sich vorgenommen, jeden Tag zweimal zu joggen, und sind daran gescheitert? Solche Erlebnisse können frustrieren und Motivation reduzieren. Realistische Ziele sind deshalb wichtig, um solche demotivierende Ereignisse zu reduzieren.

Welches Ziel für Sie persönlich realistisch ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wie fit sind Sie? Wie viel Zeit steht Ihnen zur Verfügung? Manchmal hilft es, sich einem Ziel von unten zu nähern. Dadurch können Sie Frustration vermeiden und sich allmählich an Ihre individuelle Leistungsgrenze herantasten.

Abwechslungsreiche Wege gehen

Sich eine feste Routine zu erarbeiten bedeutet jedoch nicht, dass Sie jedes Mal dieselbe Strecke joggen müssen. Im Gegenteil: Joggen ist eine wunderbare Möglichkeit, um Ihre Nachbarschaft besser kennen zu lernen und neue Parks zu erkunden.

In einigen Fällen können Sie damit auch Ihren inneren Schweinehund überlisten: Denn Sie joggen nicht einfach nur, um zu joggen, sondern Sie erkunden auch die Stadt. In angenehmer Umgebung fällt das Laufen zudem meist leichter als in einer Betonwüste.

Die „neuen Wege“ dürfen Sie auch im übertragenen Sinne verstehen. Obwohl feste Gewohnheiten hilfreich sind, ist es essenziell, nicht die falsche Gewohnheit zu bilden. Vielleicht stellen Sie fest, dass joggen am Morgen Ihnen doch nicht so gut liegt und Sie lieber vor dem Abendessen eine Runde drehen möchten. Probieren Sie ruhig unterschiedliche Trainings-Zeitpunkte aus, bis Sie den richtigen für sich gefunden haben. Mit einem Wechsel der Jahreszeiten oder durch Veränderungen im Berufsleben wird manchmal auch ein Wechsel der Jogging-Routine erforderlich.

Neue Ziele finden

Wenn Sie bereits seit längerer Zeit joggen, hat der Sport vielleicht etwas von seinem anfänglichen Reiz eingebüßt. Auch in diesem Fall ist es möglich, durch Variationen wieder neue Motivation zu finden.

Messen Sie die Zeit und die zurückgelegte Strecke und dokumentieren Sie Ihre Fortschritte. Setzen Sie sich neue Ziele und stellen Sie neue persönliche Rekorde auf. Tauschen Sie sich mit anderen Joggern aus oder nehmen Sie an Wettläufen teil. Kurz: Finden Sie etwas, das Sie reizt und Ihrem inneren Schweinehund keine andere Wahl lässt, als aus dem Weg zu gehen.